Von Laurin Schlereth · · Aktualisiert am · 6 Min. Lesezeit
Eigenkapital beim Immobilienkauf — wie viel brauche ich?
Banken verlangen 20–30 % Eigenkapital. Was als EK zählt, was bei weniger passiert und wie Sie die optimale Finanzierungsstruktur finden.
Eigenkapital wirkt wie ein Treppensteiger bei den Zinsen: Wer bis zu 60 % des Beleihungswerts finanziert, bekommt die Bestkondition. Darüber wird es in Stufen teurer — jenseits von 80 % Beleihungsauslauf verlangen viele Banken einen spürbaren Aufschlag, manche steigen ganz aus. Genau deshalb ist die Frage „wie viel Eigenkapital brauche ich?" weniger eine Bauch- als eine Rechenfrage — und die Antwort hängt davon ab, was überhaupt als Eigenkapital zählt.
Was zählt als Eigenkapital?
Warum 20 %? Die Logik dahinter
Kaufnebenkosten — Grunderwerbsteuer, Notar, ggf. Makler — betragen in Deutschland typischerweise 7–12 % des Kaufpreises. Banken finanzieren diese Kosten nicht mit. Sie müssen vollständig aus Eigenkapital bezahlt werden.
Bei 10 % Kaufnebenkosten und 20 % Eigenkapital verbleiben tatsächlich nur 10 % als EK auf den Kaufpreis selbst — die Bank finanziert 90 %, was noch als akzeptabler Beleihungsauslauf gilt.
Beleihungsauslauf und Zinssatz
Beispiel: Kaufpreis 300.000 €, Kaufnebenkosten 30.000 €. Monatliche Rate und Tilgungsplan für das eigene Darlehen berechnet der Finanzierungsrechner.
| Eigenkapital | Darlehen | Beleihungsauslauf |
|---|---|---|
| 10 % (30.000 €) | 300.000 € | 100 % |
| 20 % (60.000 €) | 270.000 € | 90 % |
| 30 % (90.000 €) | 240.000 € | 80 % |
Der Zinsunterschied zwischen 80 % und 100 % Beleihung beträgt oft 0,5–1,0 % p. a. Über 25 Jahre Laufzeit sind das schnell 30.000–60.000 € Mehrkosten.
Was passiert bei wenig Eigenkapital?
Vollfinanzierungen (100 % oder 110 % inkl. Nebenkosten) sind möglich — aber nur für Käufer mit sehr guter Bonität und sicherem Einkommen. Die Nachteile:
Eigenkapital aufbauen
Das Wichtigste im Überblick
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