Wie hoch darf die Mietkaution sein? Berechnen Sie Maximum, Ratenzahlung, Verzinsung und Rückzahlungsanspruch nach §551 BGB.
Typisch: 0,5–2 %
Kaltmiete eingeben, um die Kaution zu berechnen.
Die Kaution darf höchstens drei Nettokaltmieten betragen (§ 551 Abs. 1 BGB). Eine höhere Abrede ist unwirksam (§ 551 Abs. 4) — den Mehrbetrag kann der Mieter zurückfordern. Der Rechner setzt die gesetzliche Obergrenze, die drei Raten und die Verzinsung aus Ihren Zahlen.
Die erste Rate ist zu Mietbeginn fällig, die beiden nächsten mit der zweiten und dritten Miete (§ 551 Abs. 2). Der Vermieter muss die Summe insolvenzsicher und verzinslich anlegen; die Zinsen wachsen der Sicherheit zu (§ 551 Abs. 3). Während des laufenden Mietverhältnisses darf er die Kaution nicht für streitige Forderungen verwerten (BGH VIII ZR 234/13).
Nur drei Kaltmieten
Maßgeblich ist die Nettokaltmiete ohne Nebenkosten. Was darüber vereinbart wurde, ist nicht geschuldet — unabhängig davon, was im Formular steht.
Sonderkonto, nicht Vermieterkonto
Getrenntes Vermögen schützt vor der Insolvenz des Vermieters. Der Mieter kann den Nachweis der Anlage verlangen.
Rückzahlung nach Auszug
Eine gesetzliche Tagesfrist gibt es nicht. Üblich sind wenige Monate zur Prüfung offener Ansprüche; unstreitig Unverbrauchtes ist früher fällig.
Wie hoch darf die Mietkaution sein?
Die Mietkaution darf maximal 3 Monatskaltmieten betragen (§551 Abs. 1 BGB). Höhere Vereinbarungen im Mietvertrag sind unwirksam — der Mieter kann den Mehrbetrag zurückfordern.
Darf ich die Kaution in Raten zahlen?
Ja. Gemäß §551 Abs. 2 BGB hat der Mieter das Recht, die Kaution in 3 gleichen Monatsraten zu zahlen: die erste Rate zu Mietbeginn, die zweite und dritte mit den folgenden Mietzahlungen. Dieses Recht kann nicht vertraglich ausgeschlossen werden.
Muss der Vermieter die Kaution verzinsen?
Ja. Der Vermieter ist verpflichtet, die Kaution insolvenzsicher und verzinslich anzulegen (§551 Abs. 3 BGB). Die Zinsen stehen dem Mieter zu und werden bei der Rückzahlung addiert.
Wann bekomme ich die Kaution zurück?
Die Kaution ist nach Beendigung des Mietverhältnisses und Klärung aller Ansprüche zurückzuzahlen. Es gibt keine gesetzlich festgelegte Frist, aber Gerichte akzeptieren in der Regel 3–6 Monate als angemessen. Bei klar fehlendem Schaden muss die Rückzahlung schneller erfolgen.
Was darf der Vermieter von der Kaution einbehalten?
Der Vermieter darf nur berechtigte Forderungen einbehalten: Schäden über normale Abnutzung hinaus, ausstehende Mieten, offene Nebenkostennachzahlungen. Normale Gebrauchsspuren (Kratzer, kleine Dübellöcher) gehen zu Lasten des Vermieters.
Wohnungsübergabe dokumentieren
Zähler, Schlüssel und Mängel gehören ins Protokoll — das entscheidet oft über den Kautionsabzug.
Zum Übergabeprotokoll →Mietkaution zurückfordern — Fristen und zulässige Abzüge
Wann muss der Vermieter die Kaution zurückzahlen? Rückzahlungsfristen (3–6 Monate), zulässige und unzulässige Abzüge und Vorgehen bei Verweigerung.
Kautionskonto — Pflichten des Vermieters & Insolvenzschutz
§551 Abs. 3 BGB: Kaution getrennt vom Vermögen anlegen. Welche Kontoarten erlaubt sind, was bei Insolvenz gilt und welche Zinsen dem Mieter zustehen.
Kaution einbehalten — wann Vermieter dürfen und wann nicht
Kaution darf nur für offene Forderungen einbehalten werden. Zulässige Abzüge, was unzulässig ist und wie Mieter die Kaution zurückfordern.
Streichen beim Auszug — über 60 % der Klauseln unwirksam
BGH: Bei Schönheitsreparaturen sind über 60 % der Mietvertragsklauseln unwirksam. So prüfen Sie Ihre Klausel und wehren unberechtigte Forderungen ab.
Wohnungsübergabe beim Auszug — Checkliste & häufige Fehler
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