14. März 2026 · 5 Min. Lesezeit
Warmmiete vs. Kaltmiete — was ist drin & wie viel zahlen Sie?
Warmmiete = Kaltmiete + Nebenkosten + Heizung. Beispielrechnung 80 m², typische Beträge 200-350 € und alle Posten erklärt — inkl. kostenlosem Rechner.
Auf einen Blick
Kaltmiete = reiner Mietpreis ohne Nebenkosten. Warmmiete = Kaltmiete + alle Betriebskosten + Heizung & Warmwasser. Beispiel 80 m²: Kaltmiete 720 € + 180 € Nebenkosten = Warmmiete 900 €.
"Warmmiete 900 €, Kaltmiete 720 €" — solche Angaben begegnen jedem, der eine Wohnung sucht. Aber was steckt genau dahinter? Was ist der Unterschied zwischen Warm- und Kaltmiete, was ist in der Warmmiete enthalten, und worauf sollten Sie bei Wohnungsanzeigen achten? Dieser Artikel klärt alle wichtigen Begriffe rund um Miete und Nebenkosten.
Kaltmiete (Nettokaltmiete)
Die Kaltmiete — auch Nettokaltmiete oder Nettomiete genannt — ist der reine Mietpreis für die Überlassung der Wohnung ohne jegliche Nebenkosten. Sie ist der Betrag, der ausschließlich für das Wohnen selbst gezahlt wird: Quadratmeter mal Mietpreis pro m².
Die Kaltmiete ist die Basis für Mieterhöhungsverfahren, Mietspiegel-Vergleiche und Mietpreisbremse-Berechnungen. Wenn Politiker über "steigende Mieten" sprechen, meinen sie fast immer die Nettokaltmiete.
Nettokaltmiete vs. Bruttokaltmiete
Es gibt noch eine weitere Unterscheidung, die oft für Verwirrung sorgt:
Was ist in der Warmmiete enthalten?
Die Warmmiete setzt sich typischerweise aus folgenden Komponenten zusammen:
Beispielrechnung: Warm- vs. Kaltmiete
Typische Nebenkosten-Höhe in Deutschland 2025
Als grober Richtwert gilt: Die monatlichen Betriebskosten liegen bei einer normalen Stadtwohnung bei 2,00–3,50 € pro m². Für eine 70 m²-Wohnung bedeutet das rund 140–245 € monatliche Vorauszahlung. Ländliche Lagen und gut gedämmte Neubauten tendieren eher nach unten, schlecht gedämmte Altbauten in der Stadt nach oben. Mit dem Nebenkosten-Rechner können Sie Ihre voraussichtlichen Betriebskosten individuell abschätzen.
Vorauszahlung vs. Pauschale: Was ist besser?
Betriebskosten können auf zwei Arten im Mietvertrag geregelt werden:
Worauf bei Wohnungsinseraten achten?
Bei der Wohnungssuche sollten Sie auf folgende Punkte achten:
Die zweite Miete: Nebenkosten im Blick behalten
In der öffentlichen Debatte werden Nebenkosten oft als "zweite Miete"bezeichnet. Nicht ohne Grund: In vielen deutschen Städten machen die Betriebskosten inzwischen 20–30 % der Warmmiete aus. Wer nur auf die Kaltmiete schaut, unterschätzt die tatsächliche Mietbelastung erheblich — vor allem bei schlecht isolierten Gebäuden mit hohem Energiebedarf.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Kaltmiete und Warmmiete?
Die Kaltmiete (Nettokaltmiete) ist der reine Mietpreis für die Wohnung ohne jegliche Nebenkosten. Die Warmmiete (Bruttowarmmiete) umfasst zusätzlich alle Betriebskosten inklusive Heizung und Warmwasser. Die Differenz liegt je nach Gebäude und Lage typisch bei 150–350 € pro Monat.
Sind Strom und Internet in der Warmmiete enthalten?
Nein — Haushaltsstrom und Internetkosten gehören nicht zu den umlagefähigen Betriebskosten nach §2 BetrKV und sind daher nicht in der Warmmiete enthalten. Nur der Strom für gemeinschaftliche Bereiche (Treppenhaus, Außenbeleuchtung) darf als Allgemeinstrom abgerechnet werden.
Wie hoch sind die durchschnittlichen Nebenkosten in Deutschland?
Als grober Richtwert gelten 2,00–3,50 € pro m² monatlich. Für eine 70-m²-Wohnung ergibt das rund 140–245 € an monatlichen Vorauszahlungen. Ländliche Lagen und gut gedämmte Neubauten liegen eher am unteren Ende, schlecht isolierte Altbauten in der Stadt am oberen Ende.
Was ist der Unterschied zwischen Vorauszahlung und Betriebskostenpauschale?
Bei der Vorauszahlung (Abschlagszahlung) zahlt der Mieter monatliche Abschläge und erhält am Jahresende eine Abrechnung — Nachzahlung oder Guthaben sind möglich. Bei der Betriebskostenpauschale ist ein fester Betrag vereinbart, ohne Jahresabrechnung. Der Vermieter trägt dann das Kostenrisiko, der Mieter hat keine Transparenz über die tatsächlichen Kosten.