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10. März 2026 · 5 Min. Lesezeit

Nebenkostenabrechnung bei Mieterwechsel — so rechnen Sie korrekt ab

Zieht ein Mieter während des Jahres aus? Wir erklären, wie die zeitanteilige Abrechnung funktioniert, was bei Leerstand gilt und worauf Sie bei Zählerständen achten müssen.

Zieht ein Mieter während des laufenden Abrechnungsjahres aus oder ein, stellt die Nebenkostenabrechnung viele Vermieter vor Fragen: Wer bekommt welche Abrechnung? Wie werden Kosten aufgeteilt? Wir erklären das korrekte Vorgehen.

Grundprinzip: Zeitanteilige Abrechnung

Bei einem Mieterwechsel innerhalb des Abrechnungsjahres wird die Abrechnung nicht aufgeteilt — der Vermieter erstellt weiterhin eine einheitliche Jahresabrechnung. Der ausziehende Mieter erhält seinen Anteil zeitanteilig für den Zeitraum seiner Mietdauer.

Beispiel: Mieter A zieht zum 30.06. aus, Mieter B zieht zum 01.07. ein. Mieter A erhält eine Abrechnung für 6/12 des Jahres, Mieter B für die verbleibenden 6/12. Der Vermieter erstellt für jede Partei eine separate Abrechnung.

Wann muss die Abrechnung erstellt werden?

Für den ausziehenden Mieter gelten dieselben Fristen wie immer: Die Abrechnung muss spätestens 12 Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums zugehen. Da der Abrechnungszeitraum in der Regel das Kalenderjahr ist, hat der Vermieter also bis zum 31.12. des Folgejahres Zeit — auch wenn der Mieter bereits ausgezogen ist.

Eine frühere Abrechnung direkt bei Auszug ist möglich, aber nicht zwingend. Viele Vermieter erstellen die Abrechnung für alle Mieter gemeinsam am Ende des Jahres.

Verbrauchsabhängige vs. flächenbasierte Kosten

Die Art der Kostenverteilung hängt vom Umlageschlüssel ab:

  • Nach Wohnfläche oder Wohneinheiten: Zeitanteilige Aufteilung nach Bewohnungsdauer (z. B. 6/12 für halbes Jahr)
  • Nach Personen: Zeitanteilig nach tatsächlicher Belegung
  • Verbrauchsabhängig (Heizung, Wasser): Abrechnung nach tatsächlichem Verbrauch laut Zählerstand bei Ein- und Auszug
Wichtig: Bei verbrauchsabhängigen Kosten sollten Sie beim Auszug immer die aktuellen Zählerstände (Wasser, Wärme) dokumentieren und von beiden Parteien unterschreiben lassen.

Vorauszahlungen beim Auszug

Hat der ausziehende Mieter Vorauszahlungen geleistet, die über seinen anteiligen Jahresbetrag hinausgehen, ergibt sich ein Guthaben — das der Vermieter nach der Jahresabrechnung auszahlen muss. Umgekehrt kann auch eine Nachzahlung entstehen.

Vermieter sollten die Kaution des ausgezogenen Mieters nicht voreilig zurückzahlen — solange die Betriebskostenabrechnung noch aussteht, darf ein angemessener Anteil einbehalten werden. Üblich sind 3–6 Monate nach Auszug als Puffer, bis die endgültige Abrechnung vorliegt.

Leerstand zwischen zwei Mietern

Steht die Wohnung zwischen zwei Mietverhältnissen leer, trägt der Vermieter die Betriebskosten für den Leerstandszeitraum selbst. Diese Kosten dürfen nicht auf andere Mieter oder den Nachmieter umgelegt werden.

Bei der Gesamtkostenberechnung für das Gebäude sind die Kosten für leerstehende Wohnungen herauszurechnen oder vom Vermieter zu übernehmen.

Praktisches Vorgehen bei Mieterwechsel

Zählerstände (Wasser, Strom, Wärme) bei Übergabe dokumentieren
Übergabeprotokoll von beiden Parteien unterschreiben lassen
Vorauszahlungen des Neumieters ggf. anpassen
Für jeden Mieter separate Abrechnung für seinen Zeitraum erstellen
Leerstandskosten vom Vermieter selbst tragen
Kaution erst nach finaler Abrechnung vollständig zurückzahlen
Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine Rechtsberatung. Bei Unsicherheiten empfehlen wir die Konsultation eines Fachanwalts für Mietrecht.

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Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine Rechts- oder Steuerberatung dar. Angaben ohne Gewähr — Gesetze und Rechtsprechung können sich ändern. Für verbindliche Auskünfte wenden Sie sich bitte an einen zugelassenen Rechtsanwalt oder Steuerberater.

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