Neue Grundsteuer ab 2025 berechnen — Grundsteuerwert aus dem Feststellungsbescheid eingeben und Jahresbetrag sofort ermitteln.
Steuermesszahl Nordrhein-Westfalen: 0.310 ‰
Hebesatz leer lassen → Ø Nordrhein-Westfalen (543 %) wird verwendet. Exakten Hebesatz bei Gemeinde erfragen.
Jährliche Grundsteuer (ab 2025)
302,99 €
= 25,25 €/Monat
Hebesätze Grundsteuer B 2025 (Beispiele — durch die Reform vielerorts stark verändert, je Gemeinde verschieden)
| Stadt | Hebesatz |
|---|---|
| Hamburg | 975 % |
| München | 824 % |
| Bremen | 755 % |
| Köln | ca. 580 % |
| Berlin | 470 % |
| Stuttgart | ca. 420 % |
Im Bundesmodell gilt: Grundsteuer = Grundsteuerwert × Steuermesszahl × Hebesatz. Für Wohngrundstücke ist die Messzahl 0,31 ‰. Die Grundsteuer ist umlagefähig, wenn der Mietvertrag sie nennt (§ 2 Nr. 1 BetrKV).
Umlage in der Abrechnung
Steht die Grundsteuer im Mietvertrag, wird sie nach Wohnfläche umgelegt. Ohne Vereinbarung bleibt sie beim Eigentümer.
Bescheid, nicht Schätzung
Der Rechner braucht den Grundsteuerwert aus dem Feststellungsbescheid. Ohne diesen Wert ist die Rechnung leer.
Fünf Länder ohne Bundesformel
Bayern, Baden-Württemberg, Hamburg, Hessen und Niedersachsen rechnen anders. Dort führt die Bundesformel in die Irre.
Was hat sich bei der Grundsteuer 2025 geändert?
Ab 01.01.2025 gilt die neue Grundsteuer auf Basis der Neubewertung 2022/2023. Das Bundesverfassungsgericht hatte die alten Einheitswerte (Westdeutschland: 1964, Ost: 1935) für verfassungswidrig erklärt. Die neuen Grundsteuerwerte liegen oft deutlich höher, aber viele Gemeinden haben die Hebesätze gesenkt — in der Summe soll die Reform aufkommensneutral sein.
Wie funktioniert die Berechnung im Bundesmodell?
Grundsteuer = Grundsteuerwert × Steuermesszahl × Hebesatz / 100. Für Wohngrundstücke gilt im Bundesmodell eine Steuermesszahl von 0,31 ‰ (0,00031). Der Hebesatz wird von der Gemeinde festgelegt und variiert stark (rund 300 bis über 900 %).
Was ist der Grundsteuerwert?
Der Grundsteuerwert ist der neue Bewertungsmaßstab ab 2025, festgestellt vom Finanzamt im Feststellungsbescheid 2022/2023. Er basiert auf Bodenrichtwert × Grundstücksfläche + Gebäudewert (bei Wohngebäuden: nach Alter und Mietansatz). Gegen den Bescheid konnten Eigentümer Einspruch einlegen.
Welche Bundesländer haben ein eigenes Grundsteuermodell?
Bayern (Flächenmodell), Baden-Württemberg (reines Bodenmodell), Hamburg (modifiziertes Bundesmodell), Hessen und Niedersachsen (eigenes Flächenmodell) haben eigene Modelle. Die anderen 11 Bundesländer wenden das Bundesmodell an.
Kann ich Widerspruch gegen den Grundsteuerwert einlegen?
Die Einspruchsfrist für die Feststellungsbescheide 2022/2023 ist in den meisten Fällen abgelaufen. Offene Einsprüche (Grundrechtsschutz) können vorsorglich eingelegt werden. Mehrere Finanzgerichte haben Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit der neuen Bewertung — Verfahren sind beim BFH anhängig.
Nebenkostenabrechnung prüfen
Ist die Grundsteuer korrekt in Ihrer Abrechnung? In 3 Schritten prüfen.
Zum Abrechnung Checker →Grundsteuer als Nebenkosten — umlagefähig nach §2 BetrKV
Ja, die Grundsteuer ist voll umlagefähig (§2 Nr. 1 BetrKV). Nach der Reform 2025 zahlen viele Mieter mehr — was der Vermieter umlegen darf und wie Sie prüfen.
Grundsteuerreform 2025 — was Eigentümer wissen müssen
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