Von Laurin Schlereth · · Aktualisiert am · 6 Min. Lesezeit
Neubau vs. Bestandsimmobilie — was lohnt sich mehr?
Neubau oder Bestand? Preise, Energiekosten, KfW und GEG im Vergleich — wo Bestandsobjekte rechnerisch vorn liegen und wo der Neubau.
Neubau oder Bestandsimmobilie? Diese Frage stellt sich jedem Käufer und Investor. Beide Varianten haben klare Vor- und Nachteile — und je nach Ziel (Eigennutzung vs. Kapitalanlage) fällt die Entscheidung oft unterschiedlich aus. Der Preisunterschied allein entscheidet nicht; entscheidend sind Rendite, laufende Kosten und Risikostruktur.
Preisunterschied Neubau vs. Bestand
Neubauten kosten in Deutschland typischerweise 20–40 % mehr pro Quadratmeter als vergleichbare Bestandsimmobilien in derselben Lage. Die gestiegenen Baukosten (Material, Energie, Regulierung) haben diesen Aufschlag in den letzten Jahren erheblich vergrößert. Gleichzeitig sind Bestandsimmobilien günstig zu kaufen, erfordern aber oft Investitionen in Modernisierung und Energieeffizienz.
| Kriterium | Neubau | Bestand |
|---|---|---|
| Kaufpreis pro m² | hoch (Aufschlag 20–40 %) | günstiger |
| Kaufnebenkosten | ggf. + MwSt. auf Neubau | standard 8–12 % |
| Sofort-Instandhaltung | keine | oft nötig |
| Energieeffizienz | sehr gut (GEG) | oft sanierungsbedürftig |
| Rendite Kapitalanlage | meist niedriger | oft höher |
| Mietmarkt | Neubau-Mieten höher | Marktmiete / niedriger |
| KfW-Förderung | umfangreich (BEG) | Sanierungsförderung |
| Risiko versteckte Mängel | gering | vorhanden |
Vorteile Neubau
Nachteile Neubau
GEG-Pflichten beim Bestandskauf
Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) verpflichtet Käufer von Bestandsimmobilien zu bestimmten energetischen Maßnahmen. Wichtigste Pflichten nach dem Kauf:
Für Kapitalanleger: oft Bestand attraktiver
Kapitalanleger achten primär auf die Netto-Mietrendite. Da Bestandsobjekte günstiger einzukaufen sind, liegen die Renditen häufig 1–2 Prozentpunkte über vergleichbaren Neubauten. Sanierungskosten mindern zwar die Anfangsrendite, können aber steuerlich sofort abgezogen werden (Erhaltungsaufwand) — was den steuerlichen Effektivzins des Investments verbessert.
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