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Von Laurin Schlereth · · 5 Min. Lesezeit

Baugenehmigungen August 2026: +6,8 %, Baupreise +5,5 %

Destatis: 20.600 genehmigte Wohnungen im August 2026 (+6,8 %). Baupreise für Wohngebäude +5,5 % zum Vorjahr, Instandhaltung +6,0 %.

Auf einen Blick

Im August 2026 wurden laut Destatis 20.600 Wohnungen genehmigt, 6,8 % mehr als im August 2025. Zugleich lagen die Baupreise für neue Wohngebäude 5,5 % über dem Vorjahresmonat, Instandhaltungsarbeiten an Wohngebäuden 6,0 %.

Baugenehmigungen: Aufwärtstrend hält an

Das Statistische Bundesamt meldete am 16. Oktober 2026: Im Neubau stieg die Zahl genehmigter Wohnungen im August um 4,2 % auf 16.500, durch Umbau bestehender Gebäude um 18,2 % auf 4.200. Baugenehmigungen fließen durch Nachmeldungen der Baubehörden häufig erst später in die Statistik ein.

Baugenehmigungen Januar bis August 2026
KategorieWohnungenzum Vorjahreszeitraum
Insgesamt (Neu- und Bestandsbauten)169.400+12,1 %
Neue Wohngebäude137.500+12,7 %
Einfamilienhäuser31.500+7,8 %
Zweifamilienhäuser10.000+21,7 %
Mehrfamilienhäuser90.600+14,5 %
Wohnheime5.300−2,0 %
Umbau im Bestand29.100+10,1 %

Stand: 16.10.2026 · Quelle: Destatis, Pressemitteilung Nr. 370

Baupreise: Rohbau und Ausbau teurer

Laut Destatis-Pressemitteilung vom 9. Oktober 2026 stiegen die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude im August 2026 um 5,5 % zum Vorjahresmonat; im Mai 2026 waren es 5,0 %. Gegenüber Mai 2026 betrug der Anstieg 1,0 %. Die Angaben verstehen sich einschließlich Mehrwertsteuer.

Baupreise für Wohngebäude, August 2026 zum Vorjahresmonat
GewerkVeränderung
Rohbauarbeiten+5,4 %
Betonarbeiten+4,3 %
Mauerarbeiten+4,2 %
Dachdeckungsarbeiten+7,6 %
Ausbauarbeiten+5,7 %
Heizanlagen und zentrale Wassererwärmung+5,2 %
Elektro-, Sicherheits- und IT-Anlagen+7,2 %
Instandhaltung an Wohngebäuden (ohne Schönheitsreparaturen)+6,0 %

Stand: 09.10.2026 · Quelle: Destatis, Pressemitteilung Nr. 360

Instandhaltung und Nebenkosten

Für Vermieter wirkt der Anstieg der Instandhaltungspreise nicht auf die Betriebskosten: Instandhaltungs- und Instandsetzungskosten gehören nach § 1 Abs. 2 Nr. 2 BetrKV nicht zu den Betriebskosten. Mit welchen Kosten beim Neubau zu rechnen ist, ordnet Hausbau-Kosten ein, für Bestandsobjekte Renovierungskosten.

Häufige Fragen

Wie viele Wohnungen wurden im August 2026 genehmigt?

20.600 Wohnungen, 6,8 Prozent oder 1.300 mehr als im August 2025. Davon entfielen 16.500 auf den Neubau und 4.200 auf Umbauten bestehender Gebäude.

Wie stark sind die Baupreise gestiegen?

Die Preise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude lagen im August 2026 um 5,5 Prozent über dem Vorjahresmonat. Rohbauarbeiten verteuerten sich um 5,4 Prozent, Ausbauarbeiten um 5,7 Prozent.

Welche Gebäudeart legte bei den Genehmigungen am stärksten zu?

Von Januar bis August 2026 die Zweifamilienhäuser mit plus 21,7 Prozent auf 10.000 Wohnungen. Mehrfamilienhäuser stiegen um 14,5 Prozent auf 90.600 Neubauwohnungen.

Dürfen gestiegene Instandhaltungskosten auf Mieter umgelegt werden?

Nicht über die Betriebskosten. Instandhaltungs- und Instandsetzungskosten gehören nach § 1 Abs. 2 Nr. 2 BetrKV nicht zu den Betriebskosten.

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Hinweis: Dieser Artikel dient ausschließlich der allgemeinen Information und stellt keine Rechts-, Steuer- oder Anlageberatung dar. Angaben ohne Gewähr — Gesetze und Rechtsprechung können sich ändern. Für verbindliche Auskünfte wenden Sie sich bitte an einen zugelassenen Rechtsanwalt oder Steuerberater.